Fördern

die Syndikatstiftung verfolgt den ideellen Zweck, gemeinwohlorientierte/gemeinnützige Projekte zu fördern. Wir wollen vorrangig syndikatsnahe Projekte berücksichtigen, die Strukturen schaffen, die aufgrund der Stiftungssatzung in den Bereichen Mildtätigkeit, Bildung und Umwelt anzusiedeln sind.

Bis jetzt haben wir uns im Detail noch keine expliziten Förderkriterien überlegt, sondern erarbeiten sie im laufenden Prozess. Wenn ihr von syndikatsnahen, gemeinnützigen Vorhaben oder Körperschaften wisst, die Fördergelder für Projekte im Sinne der Stiftungssatzung gut gebrauchen können, macht sie doch gerne auf uns aufmerksam.

Momentan fördern wir mit Summen zwischen 500 – 1500,- Euro (auch Teilfinanzierungen sind möglich) .

Unseren Schwerpunkt möchten wir auf Projektideen legen, die im Bereich Wohnraumpolitik angesiedelt sind, z. B. „Recht auf Stadt“-Aktionen, Stadtteilarbeit, Community Building (Küche für alle/Food Sharing/Nachbarschaftstreff).

Ob ihr selbst eine Idee verwirklichen wollt oder eine gemeinnützige Projektgruppe kennt – wir brauchen in jedem Fall eine kurze Darstellung des Projekts, damit wir einschätzen können, ob es einen unserer Stiftungszwecke erfüllt. Bitte nutzt dafür unser Formular:

Bereits gefördert:

Recht auf Stadt Forum 2024 in Berlin

Das Recht auf Stadt Forum ist ein
bundesweites, jährlich stattfindendes Treffen von Recht auf Stadt Gruppen.

Das Recht auf Stadt Forum jährte sich 2024 zum zehnten Mal. Seit 2015 treffen sich verschiedene Recht auf Stadt Gruppen aus ganz Deutschland, um sich in unterschiedlichen Formaten auszutauschen, Wissen und Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Strategien und Praktiken zu entwickeln und erproben. 2024 hat das Recht auf Stadt Forum in Berlin stattgefunden um unter dem Motto: „/Wie weiter mit der stadtpolitischen Bewegung?/ /Mehr werden, stärker werden, Kämpfe gewinnen!/“ die gemeinsamen, teils sehr erfolgreichen Kämpfe aber auch aktuelle Niederlagen zu reflektieren und zu diskutieren, wie es weiter gehen kann. Eingereicht wurden Workshops und Austauschformate von den Recht auf Stadt Gruppen zu verschiedenen Themenbereichen, wie der sozial-ökologischen Transformation, der Vergesellschaftungsdebatte, queer-feministischen und anti-rassistischen Kämpfen, Sorgenden Städten, Wohnungspolitik und Mietenwahnsinn, Anti-Abriss Kampagnen etc.

Mit dem Recht auf Stadt Forum soll ein Raum für Synergien geschaffen werden, der die Bewegungen wieder stärkt und Aufwind schafft, denn unter den multiplen Krisen und diversen Rückschlägen in verschiedenen Kämpfen ist es umso wichtiger zusammen zu kommen, zu merken, dass wir viele sind und Kraft für neue Aktionen zu schöpfen. Zugleich soll ein Lernort entstehen, bei dem sich die verschiedenen Gruppen gegenseitig bilden und ein Wissenstransfer auf Augenhöhe entsteht.

Das Recht auf Stadt Forum findet an immer wechselnden Orten/Städten statt und wird von den dort ansässigen Gruppen organisiert. In Berlin hatte sich für die Organisation des Recht auf Stadt Forums 2024 eine Gruppe von Menschen aus unterschiedlichen aktivistischen Kontexten zusammengetan, um das Forum zu realisieren. Das Forum fand an einem Wochenende Ende Mai/Anfang Juni statt und wir rechnen mit 100-150 Teilnehmenden.

Stadtraum 5 und 4 in Köln

Grund und Boden sind kostbare Güter. Der Boden erfüllt eine Vielzahl von Funktionen; er dient als Lebensraum für unzählige Lebewesen, aber eben auch für unsere Siedlungsflächen und bietet „Grund“-Lage für Ernährung. Allerdings ist Boden als Ressource begrenzt, denn die Oberfläche
unseres Planeten lässt sich nicht vermehren.

Ein wichtiger Aspekt da her ist der Umgang mit Boden als Ressource für Wohnraum. Seit Jahrzehnten steigen die Bodenpreise in großen und mittleren Städten rasant bundesweit seit 1962 um 2300 Prozent Prozent. Seit 2001 sind die Preise für Bauland im Wohnungsbau allein in Köln um über 300% gestiegen gestiegen.

Warum „Wohnen“ so teuer ist? Auch weil nur 3,8 % der Fläche in Deutschland für Wohnen genutzt wird; dramatisch weniger also als z.B. für Verkehr. Mit immensen, oft sozialen Folgen:

Menschen werden aus ihren angestammten und vertrauten Wohnvierteln verdrängt, weil sie die Mieten nicht mehr bezahlen können. Andere haben nach Abzug der Mietkosten weniger Geld zum Leben übrig als mit Hartz IV und sind damit vom gesellschaftlichen und politischen Leben ausgegrenzt.

Als Folge der Vermarktung von hochpreisigen Flächen gehen bestimmte Orte und Plätze oder Brachflächen verloren, die z.B. zuvor für Kunst und Kulturprojekte zur Verfügung standen oder für Urban Gardening genutzt wurden.

Der richtige und angemessene Umgang mit Grund und Boden entscheidet für sehr viele Menschen, ob sie ein sicheres, menschenwürdiges und qualitätsvolles Leben führen können. Und er bestimmt, ob wir auch in Zukunft in gemischten, vielfältigen und klimaangepassten Quartieren leben eine grundlegende Notwendigkeit für die Entwicklung unserer Demokratie .
Die Bodenfrage ist also eine , die mit über die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidet.

Ab dem Jahr 2023 nimmt STADTRAUM 5#4 die Bodenfrage in den Fokus und sucht hierfür Mitstreiter*innen. Die Beteiligten entwickeln in verschiedenen Formaten und Kooperationen Veranstaltungen, Kampagnen und Aktionen neue Vorschläge und Visionen für die vielfältigen Facetten der Bodenfrage und damit den gerechteren Umgang mit unserer Lebensgrundlage.

Kernthemen sind:
-Die Waren Grund und Boden in unserer Stadt: von Bodenspekulationen und den Folgen für die Stadtentwicklung an konkreten Beispielen in Köln
-Der Boden als Existenzgrundlage Schutz der Wohnung, neue Wohnformen, Bezahlbarkeit von Wohnraum …


-Unser aller Boden als Gemeingut: Wie die Stadt Köln mit unserem Boden umspringt und was wir daran ändern können


-Für eine neue Bodenpolitik: politische Maßnahmen, für mehr Bodengerechtigkeit Stadtbodenstiftung, städt. Bodenfonds …


-Gutes auf den Boden bringen: Reduktion von Straßen und anderen versiegelten Flächen, für weniger Verkehr und mehr städtische Erholungsflächen und Natur


-Gutes aus dem Boden machen: der Boden als Nahrungsressource Stadtgärten, Urban Gardening anstelle von Abstandsgrün , regionaler Anbau von Nahrungsmitteln …

Den Abschluss des Projektes ist eine Ausstellung / Messe (Event), in der Ergebnisse zusammengefasst und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung sowie der Öffentlichkeit präsentiert und damit eine Weiterführung des Dialogs und der Ableitung politischer Konsequenzen angeregt werden sollen.

Werbefilm für die Likedeelerei in Hamburg

https://likedeelerei.org/


In diesem werden vor allem die Aktiven Menschen aus den Gruppen zu Wort kommen die auch später in die Häuser der Likedeelerie einziehen sollen. (Romani Kafava, Women in  Action, Lampedusa in Hamburg) Wir hoffen damit das Fremdheitsgefühl etwas zu durchbrechen und auch die Problematik der in den Lagern lebenden Menschen besser zu beleuchten.

Initiative Riebeckstrasse 63

Erinnern an Ausgrenzung, Arbeitszwang & Abweichung 
Initiative Riebeckstraße 63 am historischen Ort der Leipziger Arbeitsanstalt 

Wir setzen uns für die Einrichtung eines Gedenk-, Lern- und Begegnungsortes auf dem Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt in der Riebeckstraße 63 ein. Denn die Geschichte dieses Ortes war seit Ende des 19. Jahrhunderts viele Jahrzehnte lang von Ausgrenzung, Verwahrung und Gewalt geprägt und viele Menschen haben hier Leid erfahren.

https://riebeckstrasse63.de/